Trachtengruppenreise Aeschi 2025

Dieses Jahr reiste die Trachtengruppe Aeschi sogar zwei Tage umher. Am 16.August und 17. August 2025 waren die Trachtenfrauen aus Aeschi im Bündnerland zu finden. Das Reiseziel entstand durch eines unserer Mitglieder, welches im Kanton Graubünden aufgewachsen ist. Die ganze Gruppe weiss nicht, wohin die Reise genau hinführt. Mit der Information Graubünden, gute Schuhe zum Laufen und einem Pyjama mitnehmen, ging die Reise los.

Pünktlich um 8.30 Uhr fuhren wir mit einem gefüllten Bus à 10 Personen auf dem Parkplatz in Aeschi los. In Krattigen sammelten wir die restlichen zwei Reisemitglieder und unseren Fahrer ein. Wir fuhren via Brünig auf der Autobahn Richtung Graubünden. Ein kleiner Kaffee-Zwischenhalt durfte natürlich nicht fehlen. Nach dem Walensee verliess uns die Sonne und wir hofften, dass wir im trockenen Mittagessen konnten. An Bonaduz und Rhäzüns vorbeifuhren wir Richtung Rothenbrunnen. Da ist unsere Reiseleiterin aufgewachsen. Von weitem konnten wir sogar Ihr Elternhaus sehen. Da das Wetter nicht mitspielte, durften wir kurzerhand bei der Feuerwehr Domleschg, in der der Bruder tätig ist, ein trockenes Mittagessen geniessen. Ein kleiner Schluck Bündner Röteli durfte da natürlich nicht fehlen.

Nach einem kleinen Abstecher an den Canovasee ging die Reise in die Psychiatrische Klinik Beverin in Cazis. Dort verbrachten wir den Nachmittag auf dem Minigolfplatz. Da kamen richtige Golfer zum Vorschein, welche dem warmen Sommertag nur so trotzten. Gegen Abend zog es uns durch die Viamala-Schlucht in das Bergdorf Wergenstein am Schamserberg in das Hotel «Centre da Capricorns». Schon die Hinfahrt brachte uns zum Staunen, aber der Ausblick war noch viel schöner. Nach einer kleinen Spielrunde auf der Terrasse überkam uns langsam der Hunger. Im Heimatdorf der Mutter in Pignia genossen wir im «Restaurant Caltegra» feine Bündner Spezialitäten wie «Maluns», «Capuns» oder «Pizokel». Müde und wohlgenährt fielen wir ins Bett. Den Abstecher in die Hotelbar liessen sich jedoch einige nicht entgehen.

Tag zwei startete mit einem leckeren Frühstücksbuffet im Hotel. Es hatte alles, was das Herz begehrt. Man konnte sogar sein Ei selbst kochen. Das Hauptthema an diesem Morgen war der «Eierschalensollbruchstellenverursacher». Wir übten so lange, bis fast alle dieses Wort konnten. Um 9.00 Uhr ging die Reise weiter Richtung Chur. Den Hauptort des Kantons musste man einfach gesehen haben. Während ein Teil der Gruppe einen Kaffee genoss, packte die anderen der Entdeckerinstinkt. Auf einem Foxtrail durch die ganze Stadt beantworteten wir viele Fragen, welche uns viel über Chur verrieten. Zu helfen, musste man sich wissen. Als wir einen Weg messen mussten, wurde sofort der Gürtel ausgefädelt und als Massband benutzt. 

 Als unsere Bäuche schon langsam knurrten, machten wir uns auf den Weg Richtung Flims. Nach einer kleinen Wanderung genossen wir unser Mittagessen direkt am Caumasee. Fast schade, mussten wir schon am späten Nachmittag die Heimreise antreten. Da es auf der Autobahn sicher zu Stau kommen würde, bevorzugten wir die einfachen Passstrassen. Über den Oberalppass, via Furkapass und zum Schluss über den Grimselpass fuhren wir wieder Richtung Aeschi. Auch hier war reger Verkehr. Aufmerksam verfolgten wir die ganze Fahrt. Auf dem Grimsel bei Nebel und kaltem Wetter gab es für uns noch einen Kaffee oder eine heisse Schokolade, bevor wir abends von unseren Liebsten schon in Empfang genommen wurden. Immer wieder schön, wenn Trachtenfrauen reisen…

Text und Foto: Julia Oswald