Gründung 1945

Die Trachtengruppe Aeschi wurde am 15. Hornig 1945 durch die Gründerinnen Rosa Fuhrer, Käthi Seelhofer, Margrit Luginbühl, Süseli von Känel, Martha Reusser, Emma Dietrich, Marie Balmer, Mina Luginbühl, Julia Luginbühl, Rosalie Stähli und Liselli Rieder ins Leben gerufen. Im Verlauf dieses Jahres kamen noch weitere Mitglieder dazu. Die erste Präsidentin war Marie Balmer.

Noch im selben Jahr wurde die neu gegründete Trachtengruppe Aeschi an der folgenden Delegiertenversammlung in die Bernischen Trachtenvereinigung aufgenommen. 

Der Verein lebt

In den ersten Jahren wurde alle 14 Tage im damaligen Niesensaal das Volkslied oder der Volkstanz gepflegt. Ab und an trafen sich die Mitglieder zum Handarbeiten, Plaudern oder zum Vorlesen bei einem Mitglied zuhause. 

In den Anfangszeiten war der Mitgliederbeitrag 3.50 Franken und so betrug der Jahresumsatz ca. 180 Franken. Somit zahlte jedes Mitglied pro Tanzabend 2 Franken, um den Örgeler zu vergüten. Um ein wenig Geld einzunehmen, wurde gebacken und diese Backwaren wurden dann versteigert. In dieser Zeit fanden auch immer wieder verschiedene Kurse, von der Trachtengruppe organisiert, statt.

Ab 1951 durfte man auch die ersten Männer in der Gruppe zählen. Gerade ein Jahr später hatte die Trachtengruppe schon 30.  Mitglieder. Man hatte seine ersten Auftritte am 1. August beim Umzug oder ging zu Volkstanztreffen. Im Januar 1953 führte die Trachtengruppe erstmals  ein Theater auf.

Weniger schöne Zeiten

Anhand der Protokolle entnimmt man zwar eine grosse Mitgliederzahl, gab es jedoch immer häufiger Unstimmigkeiten. Die einen wollten es lustig haben, auftreten und etwas unternehmen. Die anderen wollten nach den Linien der Bernischen Trachtenvereinigung gehen. Fast jedes Jahr änderte sich der Vorsitz und auch die Männer verschwanden aus der Trachtengruppe. Bis das Jahr 1955 geschrieben wurde und es ein wenig besserte.

Auch die Aeschi-Frauen durften am Umzug des Unspunnenfestes mitlaufen und dies tat dem Gruppengeist gut. Ein Höhepunkt dieser Zeit war sicher das Schweizerische Trachtenfest in Königsfelden im Jahre 1957. Das kantonale Bott wurde zwar besucht, doch im Dorf bekam man die Gruppe fast nicht mehr zusammen.  

An der Hauptversammlung 1959 gab es dann einen Knall. Durch Wegzug und Unstimmigkeiten sind gerade 12 Mitglieder aus der Gruppe ausgetreten. Der ganze Vorstand hat demissioniert und man konnte keinen neuen wählen. Erst im Januar 1961 wurde wieder eine neue Präsidentin gewählt. Redewert war in dieser Zeit die Anschaffung eines Plattenspielers. Dieser kostete 393.50 Franken und vom Vereinskonto war nicht mehr viel übrig.

Neuer Aufschwung

Nun wurde die Gruppe für viele Auftritte angefragt und die Trachten konnten nicht einmal mehr richtig auslüften, schon wurden sie wieder getragen. 
1965 wurde zusammen mit dem Jodlerklub Bärgfründe das Singspiel «Dr Joggeli» aufgeführt und es wurde ein voller Erfolg. Von da an wurde alle zwei Jahre ein Theater aufgeführt. Das Vereinsleben nahm wieder Fahrt auf. Sei es beim 1. Augustumzug, an den Platzkonzerten, an den verschiedenen Trachtenfesten, Amtstanztreffen, Landesteiltreffen, Delegiertenversammlungen der Bernischen und Schweizerischen Trachtenvereinigung, etlichen Tanz-Wochenenden  oder auf einer Vereinsreise.

Wissenswertes

Die Trachtengruppe war im Januar 1979 der erste Verein von Aeschi, welcher in das Becken des neuen Hallenbades springen durfte.

Was wäre die Trachtengruppe Aeschi ohne ihren jährlichen Racletteabend. Seit 1995 gibt es im Oktober immer «Raclette bis gnue» und noch heute gehört dieser Anlass fest in das Jahresprogramm unseres Vereines.

Hast du gewusst, in Aeschi entstanden sogar zwei Tänze: «Früehlig am Thunersee» und «Dr Aeschimärit» wurden von der langjährigen Aeschiner Trachtenfrau Käthi Fuhrer-Lengacher choreografiert und werden noch heute gerne in der Gruppe getanzt. Im Jahre 2023 wurde der Tanz «Früehlig am Thunersee» sogar in die Liste der  Tänze, welche in der ganzen Schweiz getanzt werden, aufgenommen.